Wir bitten zu Wort

DI Peter Fercher
Landesobmann Kärntner Bildungswerk

 

Erinnern & Gestalten
Ortsgeschichte als Aufgabenfeld für Bildungs- und Kulturarbeit ist ein Arbeitsschwerpunkt des Kärntner Bildungswerkes. Mit über 20 Vertretern*innen aus den Bezirks- und Landesorganisationen haben wir uns im Herbst in einer intensiven Arbeitssitzung zu diesem Thema entschlossen.

Wir wissen, dass dieses Thema auf ein breites Interesse in der Bevölkerung stößt. Angesprochen wird unter anderem ein Grundbedürfnis der Bevölkerung nach Identität und Orientierung.
Ziel soll es sein, interessierte Laien zur Beschäftigung mit Quellen und Relikten der Ortsgeschichte zu motivieren. Ich bin überzeugt, dass wir dadurch auch Gespräche zwischen den Generationen und unterschiedlichen Gruppen anregen. Wenn wir damit die Gemeinschaftsbildung stärken und auch die Menschen zum Mittun motivieren, haben wir sehr viel erreicht. Wir erzeugen nicht nur Wissen über Vergangenes, sondern auch Verständnis für die Gegenwart und Inspiration für die Zukunft. Wir werden noch viele Informationen zu diesem Thema anbieten und ich hoffe auf rege Teilnahme.

Digitalisierung
Digitalisierung ist heute sicher eines der meist gebrauchten Schlagwörter im Alltag. Wir alle stehen in einer Entwicklung, die für jeden von uns Veränderung im Lebensalltag mit sich bringt. Sehr heftig und auch leidenschaftlich wird über die vielen Vorteile einer grenzenlosen Information gesprochen. Aber auch die Nachteile der damit verbundenen Kontrolle und Überwachung ist und bleibt ein Thema.

Umso wichtiger ist es, dass auch wir uns vom Kärntner Bildungswerk als große Erwachsenenbildungseinrichtung mit diesem Thema auseinandersetzen. Allein die vielen Alltagsaufgaben, wie Ticketbestellung, Bankgeschäfte, Behördenanfragen, Nutzung von verschiedenen Dienstleistungen und anderen, können teils nur noch digital erledigt werden. Immer ist es uns ein Anliegen, die Handlungsfähigkeit durch lebenslanges Lernen und Weiterbildung jedes Einzelnen zu erhalten oder auch zu verbessern. Keiner von uns kann sich dieser Entwicklung entziehen und wir wollen diese Herausforderung – vor allem für die ältere Bevölkerung – auch als Chance für den ländlichen Raum sehen.

Wir bieten daher ein vielfältiges Veranstaltungsangebot zu diesem Thema an, das für örtliche Bildungswerke und Mitgliedsgruppen genutzt werden kann. Es hat den Vorteil, dass wir diese Veranstaltungen direkt vor Ort anbieten und auch auf die jeweiligen Anforderungen und Wünsche anpassen können. Wir warten auf rege Anfragen.

Freiwilligen- und Expertenplattform
Das Kärntner Bildungswerk weiß über Jahrzehnte wie ehrenamtliche Tätigkeit funktioniert. Wir kennen auch die hohe soziale und auch fachliche Kompetenz in unserem Land, die vielfach noch ungenutzt ist. Es ist daher unser Ziel, engagierte Personen für unsere Bildungsarbeit zu interessieren. Es gibt genug Menschen, die an der Schwelle zur Pension stehen oder sie bereits angetreten haben, und eine neue Herausforderung suchen. Sehr oft handelt es sich dabei um Menschen, die ein profundes Wissen in ihrem Erwerbsleben erworben haben und dieses nun in irgendeiner Form der Allgemeinheit weitergeben möchten. Gerade durch die Bevölkerungsstruktur Kärntens gibt es eine Vielzahl von Aktiv-Pensionisten*innen, die für eine neue, stressfreie Herausforderung offen sind.

Selbstverständlich ist diese Plattform nicht nur an Pensionisten*innen gerichtet, sondern möchte auch interessierten jungen Menschen ansprechen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich ebenfalls mit ihren Kompetenzen einzubringen. Damit schaffen wir zusätzlich Raum für generationsübergreifendes Lernen und Verstehen.

Die ehrenamtliche, freiwillige Tätigkeit an einer gemeinnützigen Aufgabe kann auch sehr viel zum Lebensglück des Einzelnen beitragen. Wir wollen daher eine Plattform als Informations- und Anlaufstelle für diese Engagierten aufbauen. Interessierte Vereine, Organisationen und Gruppen können sich dann den Angeboten auf dieser Plattform bedienen. Es soll ein reger und konstruktiver Austausch von Wissen und Kompetenz zwischen Anbietern*innen und Nutzern*innen entstehen. Wir glauben, damit auch viel soziales Kapital in Kärnten mobilisieren zu können, was der Entwicklung unseres Landes sicher guttut.

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