Das Kärntner Bildungswerk

 

Das Kärntner Bildungswerk ist eine überparteiliche, konfessionell nicht gebundene, als Verein und Landesverband konstituierte gemeinnützige Einrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung, die im Verband Österreichischer Bildungswerke verankert ist.

Unsere Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass lebenslanges Lernen die Voraussetzung für eine aktive und verantwortungsbewusste Lebensgestaltung des Einzelnen und für eine moderne, humane und demokratische Entwicklung der Gesellschaft ist. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, Menschen Impulse zu geben, sich auf anregende und kreative Weise mit relevanten Fragen und Problemen ihres Daseins zu beschäftigen, mit der Perspektive, bessere Handlungsfähigkeiten zu erreichen.

Im Jahr 2004 hat der Verein Kärntner Bildungswerk eine Kärntner Bildungswerk Betriebs GmbH gegründet und zwar als gemeinnützige, also nicht auf Gewinn ausgerichtete GmbH.

Damit besteht das Kärntner Bildungswerk eigentlich aus zwei Rechtskörpern. Dass sie dennoch gemeinsam an denselben Zielen arbeiten, wird durch folgende Grundlagen garantiert:

    • Der Verein Kärntner Bildungswerk ist der alleinige Gesellschafter und somit Eigentümer der GmbH
    • Der Geschäftszweck der GmbH entspricht den in den Statuten des Vereins Kärntner Bildungswerk festgelegten Vereinszwecken
    • Die GmbH arbeitet auf der Grundlage einer genauen Geschäftsordnung
    • Die Geschäftsordnung regelt, dass die GmbH ihre Aktivitäten im Auftrag des Vereins durchführt
    • Die GmbH ist zur vierteljährlichen Berichterstattung über ihre Aktivitäten an den Verein verpflichtet

In der Praxis lebt das Kärntner Bildungswerk von einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern*innen der GmbH und den Funktionären/innen und Mitgliedern des Vereins.

Das Kärntner Bildungswerk richtet sich an jene Personen und Institutionen, die Interesse und Bereitschaft zeigen, aktiv an der Entwicklung ihrer Person und ihres Lebensumfeldes mitzuwirken und insbesondere an jene, die dies durch die Mitarbeit in einer der Mitgliedsgruppen des Kärntner Bildungswerks zum Ausdruck bringen.

Gemeinsam planen wir, gemeinsam setzen wir um, gemeinsam entwickeln wir unsere Ideen.

Selbstverständnis und Werthaltungen

Das Kärntner Bildungswerk ist der Überzeugung, dass lebenslanges Lernen der Schlüssel zu Selbstermächtigung, zu einer humanen und demokratischen Lebenshaltung und zu gesellschaftlicher Beteiligung und Integration ist. Es setzt sich für eine kreative Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe ein, für Toleranz, Offenheit, Gestaltungswille und Veränderungsbereitschaft und für die Verbindung von Tradition und Innovation als Teile eines gesellschaftlichen Prozesses.

Unsere Ziele - unsere Adressaten*innen

Das Kärntner Bildungswerk will mit Prinzipien und Methoden der Community Education, die seit Jahrzehnten im Mittelpunkt unserer Bildungs- und Kulturarbeit stehen, in folgenden Arbeitsbereichen Lernprozesse planen und gestalten:

    • Gemeinwesen/Orts- und Regionalentwicklung
    • Gesellschaft/Familie/Umwelt/Nachhaltigkeit/Gender-Thematik
    • Kulturdokumentation, Museen/Sammlungen
    • Sprache, Schrift, Theater
    • Kulturelle und musische Bildung
    • Brauchleben, Tracht, kreatives Gestalten
    • Europa und Regionalkultur
    • Kompetenzentwicklung

 

Unsere Stärken und Fähigkeiten

Die Mitglieder
Das Kärntner Bildungswerk ist geprägt durch die Vielfalt seiner Mitglieder: Über 600 Mitgliedsgruppen mit mehr als 30.000 Mitgliedern sind als örtliche Bildungswerke, Dorf-, Markt-, Stadt- und Kulturgemeinschaften, Trachtengruppen, als Laienspiel und Brauchtumsgruppen, in Singgemeinschaften, Tanz- und Musikgruppen, Literaturkreisen und Museumsvereinen aktiv. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Zivilgesellschaft und zugleich der wichtigste Adressat der Arbeit des Kärntner Bildungswerks.

Die dezentrale Struktur
Die dezentrale Struktur und breite ehrenamtliche Basis ist die entscheidende Besonderheit und Stärke des Kärntner Bildungswerkes. Über seine Mitgliedsgruppen ist das Kärntner Bildungswerk in allen Gemeinden Kärntens vertreten, ist Partner der Gemeinden und des Landes und erreicht damit die gesamte Landesbevölkerung. Dadurch gelingt es dem Kärntner Bildungswerk vor Ort Räume des sozialen Austausches und der Kommunikation herzustellen und damit unmittelbar auf die Bedürfnisse der dörflichen Bevölkerung zu reagieren und dementsprechende Bildung und Kultur vor Ort anzubieten.

Ehrenamtlichkeit
Das Engagement der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ist das wichtigste Kapital und ein Strukturelement des Kärntner Bildungswerks. Sie bringen vielfältige Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte aus ihrem beruflichen und privaten Leben in das Kärntner Bildungswerk ein, bestimmen damit die Breite des Angebotes an Themen und Methoden mit und gleichzeitig entwickeln sie dabei ihre persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten weiter.

Engagierte Hauptamtliche – qualifizierte Referenten – kompetente Netzwerke
Die hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Kärntner Bildungswerk Betriebs GmbH verfügen über breit gestreute Kompetenzen und über die Bereitschaft zu hohem persönlichen Einsatz und zu permanenter Weiterbildung. Dadurch sind sie befähigt, Bildungsangebote zu schaffen, die zeitgemäßen Anforderungen entsprechen und die dafür notwendigen, entsprechend qualifizierten Referenten*innen und Mitarbeiter*innen zu finden.
Durch seine Mitgliedschaft im Ring Österreichischer Bildungswerke, in der Plattform Erwachsenenbildung Kärnten/Koroska und in der ARGE Volkskultur Kärnten ist das Kärntner Bildungswerk in die bildungs- und kulturpolitische Diskussion in Österreich eingebunden.

Gelungenes Lernen

Lernen ist ein innerer Prozess zur Aneignung von Fertigkeiten und Kenntnissen zum besseren Erkennen, Verstehen und Begreifen des Lebensumfeldes eines Menschen. Lernen findet statt, wenn sich Menschen mit ihrer Kultur beschäftigen, wenn sie sich überlieferte Formen kultureller Kompetenzen aneignen, diese reflektieren und gegebenenfalls weiterentwickeln. Lernen kann daher dann gelingen, wenn Menschen Impulse bekommen, sich auf anregende und kreative Weise mit relevanten Fragen und Problemen ihres Daseins zu beschäftigen, mit der Perspektive, bessere Handlungsfähigkeit zu erreichen.

Lernen ist gelungen, wenn dadurch Wissen und Fähigkeiten erreicht werden, die in Bezug stehen zu den ursprünglichen Fragestellungen der*des Lernenden, wenn also Antworten auf Fragen gefunden wurden. Lernen ist gelungen, wenn Menschen Aufschluss gewinnen, über die eigenen Fähigkeiten, Talente und über die Grenzen ihrer Fähigkeiten. Lernen ist ebenfalls gelungen, wenn Menschen Klarheit gewinnen, über ihre individuelle Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und über ihre Möglichkeiten zu einem aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Lernen ist letztendlich gelungen, wenn definierte Lernziele erreicht wurden, die sowohl durch informelle, als auch durch formalisierbare Merkmale gekennzeichnet sein können und wenn der Lernende dabei gleichzeitig ein positives Lernerlebnis erfährt.

 

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