Ring-Tagung 2021

Zum Handeln ermutigen – der Beitrag der Erwachsenenbildung zum nachhaltigen Leben

 

Freitag, 18. Juni 2021, 14.00 bis 18.30 Uhr
Online über Zoom und wonder.me

Tagung für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ring-Mitgliedsorganisationen

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Mit der Klima-Krise und der Corona-Pandemie hat Lernen für ein nachhaltigeres Leben dramatisch an Bedeutung gewonnen: Wir müssen „unsere Welt neu denken“ (Maja Göpel).

In den Mitgliedseinrichtungen des Rings Österreichischer Bildungswerke tragen vor allem ehrenamtliche Erwachsenenbildner*innen seit Jahrzehnten entscheidend zur nachhaltigen Entwicklung von Gemeinden bei und ermöglichen Lernprozesse für ein nachhaltigeres Leben.

Die Ringtagung 2021 erkundet aktuelle und künftige Bildungsangebote und Initiativen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit theoretischen Inputs, Projektpräsentationen, Diskussionen und Workshops, die zum Handeln ermutigen.

 

Programm

13.45 Uhr Einlass in den Online-Raum

14.00 Uhr Begrüßung und Einleitung

14.15 Uhr Eröffnungsvortrag mit anschließender Diskussion
Ist Nachhaltigkeit schon Alltag? Der Beitrag der Erwachsenenbildung zu einem nachhaltigeren Leben
In einer Studie wurde untersucht, ob bzw. inwiefern Nachhaltigkeit schon „normal“ ist. Es werden die Ergebnisse präsentiert und der Umgang mit Gebrauchsgütern abseits des Kaufens thematisiert. Warum macht es Sinn, die Lebensdauer von Gütern von deren Nutzungsdauer zu unterscheiden? Was lässt sich daraus für die Erwachsenenbildung ableiten?
Referentin: Dr.in Renate Hübner

15.15 Uhr Pause

15.30 Uhr Vorstellung der Workshops
Es gibt die Möglichkeit an einem der Workshops teilzunehmen. Dabei werden die einzelnen Projekte vorgestellt und es gibt Raum und Zeit, um eigene Erfahrungen weiterzugeben und die Inhalte miteinander zu reflektieren.

16.30 Uhr Pause

17.00 Uhr Abschluss, Sammlung, Reflexion
Was mache ich als Nächstes? Was nehme ich mit? Was ist offengeblieben?

17.30 Uhr Miteinander quizzen
Wer kennt sich am Besten im Themengebiet Nachhaltigkeit aus?

18.00 Uhr Ausklang mit wonder.me

 

Folgende Workshops werden angeboten:


1. Gemeinde im Wandel

Leo Kudlicka, Mitbegründer und Obmann des Vereins „Friesach im Wandel“

Wie kann eine Gemeinde bzw. wie können Menschen einer Gemeinde selbst aktiv das eigene Lebensumfeld verändern, mitgestalten? Leo Kudlicka berichtet u.a. von „Friesach im Wandel“, das Teil der weltweiten „Transition Town“ Bewegung ist und zahlreiche Aktivitäten setzt, die einerseits zur Kreislaufwirtschaft beitragen, andererseits auf gemeinsames und nachhaltiges Wirken der Ortsansässigen abzielt. Beispielhaft werden Projekte vorgestellt, wie der „Kost-Nix-Laden“, die Initiative „Lebensmittel retten & teilen“ und die „Essbare Stadt“, um die Wichtigkeit der Mitgestaltung einzelner AkteurInnen darzulegen.

2. Klima- und Energie-Modell-Regionen
Dr. Gerhard Pausch, KEM Manager der Region Salzburger-Seenland

Die Umsetzung von klimafreundlichen und nachhaltigen Projekten und Akzenten in einer Gemeinde ist kein Selbstläufer. Es braucht, neben einer Analyse des Gemeindebedarfs, auch eine kontinuierliche Begleitung und fachlich-inhaltliche Unterstützung. Klima- und Energie-Modell-Regionen (kurz KEMs) bieten für die Umsetzung und Zielerreichung von nachhaltigen
Vorhaben in Gemeinden eine ganz zentrale Form der Unterstützung. Im Rahmen dieses Workshops wollen wir das Modell der KEMs vorstellen und die Verbindungen zu regionalen Bildungsanbietern aufzeigen und mit Ihnen über den Mehrwert diskutieren, den örtliche BildungsakteurInnen dabei gewinnen können.

3. Natur im Garten – wenn alle pflanzen
Matthias Karadar, MSc, Biologe und Leiter von Natur im Garten im Tiroler Bildungsforum

Gärten und Balkone vielfältig zu bepflanzen oder öffentlichen Grünraum klimafit zu gestalten, liegt im Trend. Dieser ist auch eine Chance unser Gemeinwesen zu stärken. BürgerInnen jeden Alters, GemeindemitarbeiterInnen, Firmen, Vereine und Bildungseinrichtungen beteiligen sich gemeinschaftlich daran. Sie fahren sichtbare Erfolge ein. Wie dies aus Sicht des Tiroler Bildungsforums perfekt funktioniert, welche Formate sich bewährt haben und wie die Resonanz der Bevölkerung ist, zeigt der Workshop auf. Ideen werden diskutiert und weiterentwickelt.

4. Repair Café – Ehrenamtliche unterstützen bei der Reparatur von Gebrauchsgegenständen
Mag.a Michaela Brötz, ehrenamtliche Erwachsenenschulleiterin und Leiterin der Servicestelle Repair Café im Tiroler Bildungsforum

Dass die Reparatur von Gebrauchsgegenständen nicht nur am Puls der Zeit ist, sondern auch auf Grund der wirtschaftlichen Situation vieler Menschen durch COVID19 notwendiger wird, hat der Zustrom bei Repair Cafés im Herbst 2020 gezeigt. Tirol hat das dichteste Netz an Repair Cafés weltweit. Wir blicken hinter die Kulissen und schauen uns an, wie das gelingt und was
es braucht, um dieses Format auch im ländlichen Raum zu etablieren.

5. Kultur.Vor.Ort
Paula Panagl, MA MA MA, Projektleiterin bei BASIS.KULTUR.WIEN

Das Projekt Kultur.Vor.Ort initiiert und betreut während des gesamten Jahres kulturelle Aktivitäten, Projekte, Grätzelvielfalt und kreatives Engagement in den Wiener Bezirken.
Im Fokus stehen Vernetzungstreffen, um gemeinsam mit den kreativen Köpfen des Bezirkes ein dichtes Netzwerk an Kontakten und Kooperationen zwischen unterschiedlichsten Kultur- und Bildungsvereinen, Kulturschaffenden und Institutionen vor Ort nachhaltig auszubauen. Unterstützt werden Konzepte, Projekte und Kooperationen, die sich u.a. mit dem Grätzl, der Geschichte des Bezirkes und der Zusammenarbeit von Kulturschaffenden auseinandersetzen. Ziel von Kultur.Vor.Ort ist die Stärkung der kulturellen Potentiale in den Grätzeln. Kunst und Kultur sind wichtige Elemente für nachhaltige Ortsentwicklung.

6. Agrarpolitischer Grundkurs
Franziskus Forster, Politischer Referent bei der Österr. Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung

Wie kann ich als HofübernehmerIn oder NeueinsteigerIn in die Landwirtschaft in meiner Region aktiv werden? Selbstermächtigung, Wissen und Ermutigung: In vier Modulen wurden Inhalte, politisches Handwerkszeug und Wege für die bäuerliche Praxis erarbeitet. Franziskus Forster berichtet über das Beispiel des „Agrarpolitischen Grundkurses“, in dem Interessierte und angehende BäuerInnen gemeinsam mit erfahrenen BäuerInnen, ForscherInnen, AktivistInnen und TrainerInnen lernen und ihre Handlungsfähigkeit erweitern.

7. Faire Welt und Workshops zum Thema Klimawandel
Mag.a Edith Tippelt, Leiterin des regionalen BhW Bildungswerks Bucklige Welt.

Das regionale Bildungswerk Bucklige Welt des BhW Niederösterreich vernetzt 23 Gemeinden im niederösterreichischen Industrieviertel und setzt dort viele Initiativen zu einem nachhaltigeren Zusammenleben im Rahmen ihres Projekts „Faire Welt Bucklige Welt – Wechselland“. 2013 wurde die „Region Bucklige Welt – Wechselland“ als 1. Fairtrade Region Niederösterreichs ausgezeichnet.



Technische Voraussetzungen zur Teilnahme
… eine stabile Internetverbindung
… Laptop oder PC mit Audiofunktion

Anmeldung & Kontakt
Bei Anmeldung bis 7. Juni 2021 erhalten Sie eine kleine Überraschung per Post.
Anmeldung über: https://ring.bildungswerke.at/
Nach der Anmeldung wird der Link zur Teilnahme per E-Mail zugesandt.

Kosten
Die Teilnahme ist für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ring-Mitgliedsorganisationen kostenlos.
Alle Angebote der Ring-Mitgliedsorganisationen finden Sie auf https://eineauszeit.at/

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